• Arrenberg Forum 2018:
    Rückblick – Ausblick – Aufbruch


    Stark fürs Quartier

    Das 9. „Arrenberg Forum“ zeigte im April 2018 die große Bandbreite der Aktivitäten im Quartier auf – und lockte gut 100 Gäste in die frisch eröffnete Hallen des codeks Coworking Space in der ehemaligen Elba-Fabrik. Mit einem personell breit aufgestellten Vorstand, vielfältigen Projekten und zahlreichen Kooperationspartnern startet der Verein „Aufbruch am Arrenberg e.V“ in sein zweites Jahrzehnt. 

    Seit zehn Jahren engagiert sich der Verein „Aufbruch am Arrenberg e.V.“ für das Quartier in Wuppertal-Elberfeld. Um der wachsenden Vielfalt der initiierten Projekte Rechnung zu tragen und um die Aktivitäten des Vereins in eine erfolgreiche Zukunft zu leiten, wählte die Mitgliederversammlung unmittelbar vor dem Arrenberg Forum einen personell erweiterten Vorstand. War die Arbeit bisher auf drei Ämter verteilt, kümmern sich nun zehn Vorstandsressorts mit entsprechenden Teams darum, den Arrenberg auf ehrenamtlicher Basis mit Projekten, Aktionen und Veranstaltungen noch lebenswerter zu gestalten (Übersicht der einzelnen Ressorts am Ende des Textes).

    Von Beginn an ist der Verein Aufbruch am Arrenberg e.V. seinem Namen treu: Wie kaum ein anderes Viertel probiert der Arrenberg Zukunft. Mit neuen Ideen, Eigeninitiative und gegenseitiger Inspiration werden Entwürfe zu einem besseren Miteinander entwickelt und umgesetzt. Vom alltäglichen, nachbarschaftlichen Miteinander – wie Foodsharing, Flüchtlingscafé oder Kinder-Malwettbewerbe – bis zu großen Visionen eines alternativen Gesellschaftsmodells – dem Klimaquartier.

    Danke für´s Engagement!
    Den scheidenden Mitgliedern des erweiterten Vorstands dankte der 1. Vorsitzende Hans-Georg Walter im Namen aller Anwesenden für jahrelanges und unermüdliches Engagement, verbunden mit der Hoffnung, dass sich alle weiter in den Projekten am Arrenberg engagieren. Ein großes Dankeschön geht an Silke und Stephan Frischemeier, Masiar Kani, Wolfgang Meyburg und Christoph Nieder!




    Die Projekte – essbar, energiereich, zukunftsorientiert
    Unter der Überschrift „Gemeinsam und nachhaltig die Zukunft gestalten“ präsentierten die „Hutträger“ beim Arrenberg Forum eine Auswahl der laufenden Aktivitäten und Themen, mit denen sich der Verein beschäftigt. Der „Essbare Arrenberg“ freut sich auf den inzwischen 9. Restaurant Day (19.5.2018), bei dem mehr als 20 Ein-Tages-Restaurants Kulinarisches für alle Besucher bieten, sowie über zahlreiche Mitmach-Koch-Projekte im neuen Stadtteilbüro „Aufbruch“ in der Fröbelstraße 1. Die ersten Wochen im neuen Domizil zeigen, dass Aktionen wie „Der Geschmack meiner Kindheit“ mit gemeinsamem Kochen und Essen (weitere Termine: 21.4., 26.5., 1.7.) den Puls der Zeit treffen und interkulturelles kochen als verbindendes Element viele Anhänger findet.

    Der „Energiereiche Arrenberg“ plant mit dem „Tag der erneuerbaren Energien“ (30.6.) ein umfangreiches Informations- und Vortragsprogramm, der „Singende Arrenberg“ begeistert immer mehr Sänger mit dem Chor (nächsten Termine: 6.5., 8.7. jeweils ab 11 Uhr), die „Farmbox“ zieht auf den UtopiastadtCampus (Infoveranstaltung: 17.4., 18 Uhr, Utopiastadt), die Künstlergruppe Arrenberg präsentiert aktuell eine spannende Ausstellung in der Zentrale der Stadtsparkasse Wuppertal am Islandufer (bis 18.5.) und das Foodsharing (donnerstags, 16.30 Uhr, Fröbelstr. 1) sucht engagierte Mitstreiter zur Organisation. Das alles ist nur ein Auszug der laufenden Aktivitäten, für die sich zahlreiche Aktivisten einsetzen und vorantreiben. Alle Details finden sich auf der Homepage (www.aufbruch-am-arrenberg.de), bei facebook und natürlich im „Aufbruch“ in der Fröbelstr. 1.

    Die Kooperationspartner – kompetent, engagiert, kommunikativ
    Eine ganz wesentliche Stütze des „Aufbruch am Arrenberg“ bilden die Kooperationen mit etablierten Institutionen und Initiativen. So lassen sich die Themen einer breiteren Öffentlichkeit vermitteln, so erhält der Verein fundierte Unterstützung und liefert gleichzeitig Inspiration für neue Aktivitäten. Einige der Partner stellten ihre Aktivitäten im Rahmen des Arrenberg Forum dem Publikum vor.

    Die EnergieAgentur.NRW plant für 2018 eine Veranstaltungsreihe, bei der die Klima.Netzwerkerin Cathrin Campen gemeinsam mit dem Verein das Thema Klimaschutz unterschiedlichen Zielgruppen näherbringen wird. Nach den erfolgreichen gemeinsamen Aktivitäten in 2017 bei den NRWKlimaTagen, der B7-Eröffnung und dem Arrenberg-Stadtteilfest werden in 2018 mit Vortragsreihen und (Schüler-) Workshops neue Zielgruppen angesprochen und informiert. Rund zehn gemeinsame Veranstaltungen stehen bevor, Details und Termine werden in Kürze veröffentlicht.

    Das Verbundprojekt „Virtuelle Kraftwerke“, VirtualPowerPlant (VPP), verfolgt ehrgeizige Ziele für Wuppertal; es geht darum herauszufinden, wie sich Energieverbrauch zeitlich verlagern lässt und dadurch beispielsweise ein Beitrag zur Netzstabilität geleistet werden kann. Auch Regenerative Energiequellen sollen durch Lastverschiebung besser genutzt werden können. Hieran forschen Wuppertaler Stadtwerke, Bergische Universität Wuppertal und der Arrenberg gemeinsam. Das Projekt wird von der Europäischen Union und dem Land gefördert und ist auf weitere zwei Jahre angelegt.

    Auch die „Arrenberg Farm“ ist Gegenstand der weiteren Planungen. Im Rahmen ihrer Masterarbeit setzte sich Sophia Karl mit der strategischen Markenentwicklung auseinander, die Ergebnisse liegen inzwischen in Buchform vor und können im „Aufbruch“ begutachtet werden.

    Gemeinsam mit dem Lehrstuhl Städtebau der Bergischen Universität Wuppertal beschäftigt sich der Verein im „Reallabor: Flächensuffizienz“ mit der Nutzungsverdichtung von Bestandsgebäuden am Arrenberg – einem Aspekt des Wohnens der Zukunft.

    Ein weiterer Partner ist das Forschungsprojekt „Urban Up“ des TransZent, welches sich in den nächsten Jahren explizit mit der Thematik der „Urban Sharing Society“ beschäftigt. Gemeinsam mit der örtlich verankerten Gesellschaft, Wirtschaft und lokalen Politik sollen Konzepte für Sharingmodelle zu den Themen Mobilität, Wissen, Raum und Ernährung entwickelt werden. „UrbanUp“ wird als Nachwuchsgruppe im Rahmen der Sozial-ökologischen Forschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

    Aufbruch am Arrenberg e.V. – der Vorstand im Überblick
    1. Vorsitzender & Recht: Hans-Georg Walter
    Finanzen: Katharina Hilbig

    Entwicklung neuer Projekte: Thilo Küpper
    Betreuung bestehender Projekte: Jörg Heynkes
    Kommunikation & Sprecher: Thomas Kappler
    Förderprojekte: Ulrich T. Christenn

    Officeleitung & Forschungsprojekte: Pascal Biesenbach
    Kunst & Kultur: Andreas Komotzki
    Mitgliederbetreuung & -Einbindung: Iris Panknin
    Personalentwicklung: Max Guder 




    Text: Thomas Kappler
    Fotos: Gunnar Bäldle

    Termine und vertiefende Informationen: 
    www.aufbruch-am-arrenberg.de

     

  • Über uns


    Der Verein „Aufbruch am Arrenberg e.V.“ wurde 2008 von mehreren im Quartier aktiven Unternehmern ins Leben gerufen.

     

     

    Es soll Verantwortug für den Arrenberg übernommen und im Zeitalter der Globalisierung ein Zeichen für das regionale Engagement kleiner und mittelständischer Unternehmen gesetzt werden. Der Verein begreift sich als ein Teil des Arrenbergs mit dem Ziel, den Stadtteil zusammen mit den Anwohnern greifbarer und wahrnehmbarer machen.

    Wir arbeiten auf unterschiedlichen Ebenen mit verschiedenen privaten und öffentlichen Institutionen zusammen, um unseren Stadtteil Schritt für Schritt lebenswerter zu gestalten. Zu unseren Anliegen zählt es, Eigenverantwortlichkeit und Eigeninitiative zu wecken und zu fördern.

    Im Laufe der Zeit soll ein lebendiger, interkultureller, generationsübergreifender Dialog zwischen den ansässigen Unternehmern und den Anwohnern entstehen, um auf diese Weise den Stadtteil zu verschönern und das Miteinander zu fördern.

    Seit unserer Gründung werden z.B. jährlich Martinszüge – inzwischen mit über 1000 Teilnehmern – organisiert, Arrenbergfeste gefeiert, Stadtteilhefte herausgegeben, Kunstausstellungen eröffnet und Kinder-Malwettbewerbe ausgeschrieben. Diese und weitere Aktivitäten sind Nährboden für viele neue Impulse, die seit der Vereinsgründung das Quartier Arrenberg zunehmend beleben. Beim jährlich stattfinden Arrenbergforum werden die aktuellen Themen vorgestellt und diskutiert, ein täglich geöffnetes Stadtteilbüro bietet die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme.

    Darüber hinaus ist das Klimaquartier Arrenberg ist ein hochaktueller neuer Themenkomplex, der dem Verein zu vielen neuen – teils auch aktiven – Mitgliedern verholfen hat.

    Die Arrenberger Aktivisten engagieren sich in zahlreichen Projekten zu unterschiedlichsten Themen. Sie finden sich inhaltlich in einer Grafik strukturiert, deren vielfältige Ausprägungen das Viertel charakterisieren: Eins kommt zum anderen und ergibt erst in der Summe das Profil eines lebendigen Viertels, dessen Aktivitäten externe Partner anziehen, die wie Bienen für eine fruchtbare Verbreitung sorgen.