• Die Stadtteilbroschüre »Was ihr wollt«

     
    Das Arrenbergheft erscheint jährlich und bietet einen guten Überblick zum unternehmerischen Angebot im Quartier. Kurze und prägnante Portraits in Wort und Bild, dazu ein umfangreicher redaktioneller Teil mit vielen Geschichten und Gesichtern vom Arrenberg informieren und unterhalten.

    Darüber hinaus hat das Heft identitätsstiftenden Charakter – sowohl für Alt- als auch Neu-Arrenberger – und ist mit seiner mittlerweile achten Ausgabe zum Sammelobjekt geworden.
     

     

  • Stadtteilbroschüre 2017

     

    OUT NOW!


    Das neue Heft ist ab 17. Juli im Stadtteilbüro verfügbar.

     

    Liebe Arrenbergerinnen und Arrenberger,

    es ist das mittlerweile achte Stadtteilheft, das Sie in den Händen halten und es geht weiter voran mit unserem kleinen Quartier am Arrenberg. Einige Themen haben wir in der Zwischenzeit zum Strahlen gebracht, die Moritzbrücke gehört dazu: Sie ist tatsächlich beleuchtet, am 19. Januar 2017 gingen die Lichter an. Nach einer provisorischen Vorablösung wurden die finalen LED-Leuchtmittel angebracht, im Laufe der zweiten Jahreshälfte soll nach Stand der Dinge die Photovoltaikanlage zur nachhaltigen Energieversorgung installiert sein.

    Auch mit dem klimaneutralen Quartier und den Projekten rund um den Essbaren Arrenberg geht es weiter. So wurde das Klimaquartier Arrenberg auf der KlimaExpo.NRW 2016 ausgezeichnet und es gibt einen Spendenaufruf, um die Arrenbergfarm möglich zu machen: http://www.gut-fuer-wuppertal.de/projects/48499

    Im Juni 2016 haben wir die Saison mit dem Nachbarschaftsgarten-Projekt auf dem Dalsterhof eingeläutet, ebenfalls im Juni startete die Farmbox auf dem akzenta-Parkplatz. Mit großem Hallo wurde zunächst der Schiffscontainer begrüßt, der in den darauffolgenden Wochen umgebaut wurde. Die im Container installierten Wassertanks verbinden sich mit dem oben aufgesetzten Gewächshaus zu einem geschlossenen Kreislauf, der sowohl das Züchten von Fischen – nach Tierschutzregeln – als auch von Bio-Gemüse möglich macht.

    Mit der Aquaponikanlage gelingt es, Konzepte für ein nachhaltiges Ernährungskonzept im Quartier zu kommunizieren. Alle Interessierten haben im vergangenen Jahr viel über Fische, Tomaten und Basilkum gelernt, hinzu kamen hunderte Gespräche mit Neugierigen und kritischen Geistern. Es konnten zahlreiche neue Mitglieder für den Verein gewonnen werden und Engagierte in anderen Stadtteilen wurden von unserer Vision angesteckt. Die Farmbox-Saison ging mit einem Erntedankfest zu Ende. Es gab leckere Suppen, zubereitet aus den Erträgen der Farmbox und des Dalsterhofs.

    Viele verlieren sich in Vorstellungen von Utopien, die Arrenberger wollen ihre Visionen in die Tat umsetzen. Im Juli war MenschUtopia zu Gast mit Uta Atzpodien, die ein Video zum Thema drehte und vorstellte. Es gab mehrere Treffen mit den Machern von Utopiastadt am Mirker Bahnhof, um neue Impulse zu setzen und Informationen auszutauschen.

    Anläßlich seines 25-jährigen Jubiläums lud das Wuppertal Institut ins Transformationsviertel Arrenberg ein. Rundgänge führten die Besucher zu 26 Hotspots, an denen unter dem Motto Making UTOPIA Possible Geschichte ebenso präsentiert wurde wie Menschen und Visionen unseres Quartiers. In meinem Atelier hatte ich – zusammen mit Lyriker Joachim Harms – unter anderem Besuch aus Chicago und im Laufe des Nachmittags und Abends ca. 200 Gäste des Wuppertal Instituts vor Ort. Im Anschluss an die Führungen fand ein Restaurant-Day-Special statt, in dessen Verlauf Anwohner für wenige Stunden sogenannte Pop-up-Restaurants eröffneten, um die Besucher in Privatwohnungen, Ladenlokalen und Innenhöfen von der kulinarischen Vielfalt des Quartiers kosten zu lassen.

    Einen Karneval rund ums Essen gab es auch an den offiziellen Restaurant Days im November ‘16 und Mai ‘17 – Waffeln wurden gebacken, ganze Menüs serviert und viele Besucher zog es an den Arrenberg, etliche davon zum wiederholten Mal. Eine erfreuliche Premiere gab es zum diesjährigen Maitermin: parallel zu den Arrenberger Anbietern waren auch zahlreiche Pop-up-Restaurants in Cronenberg dabei – eine quartiersübergreifende Entwicklung, die sich fortsetzen könnte.

    Im Mai dieses Jahres feierte der Stadtteilservice sein 10-jähriges Bestehen. Allen Mitarbeitern auf diesem Wege ein besonders herzliches Dankeschön! Eure helfenden Hände sind uns immer eine große Unterstützung, sei es bei der Verteilung unserer Kommunikationsmaterialien im Viertel oder bei den Vorbereitungen zu Stadtteilfest und Martinszug.

    Am 16. September findet – nach zwei Jahren Wartezeit – das Arrenberger Stadtteilfest in der Simonsstraße zwischen Martin-Niemöller- und Gutenbergplatz statt. Wir freuen uns auf einen entspannten Tag mit Trödel, Viertel-Meile, Soundsystems und Livebühne.

    Keine Atempause, Geschichte, wird gemacht ... es geht voran – wo, wenn nicht hier hat die Textzeile des 80er Jahre-Hits so treffend ihre Umsetzung gefunden. Liebe Mitbewohner, engagiert euch weiter so für euer Viertel, dann ist Utopia machbar.

    Wir sehen uns!
    Andreas Komotzki

  • Stadtteilbroschüre 2016


    Druckfrisch ist die diesjährige Stadteilbroschüre Was Ihr wollt 2016 seit Anfang Juli erhältlich!
    Nachdem sie in der letzten Woche mit Unterstützung des Stadtteilservice in den Arrenberger Haushalten verteilt wurde, kann das neue Heft nun auch in unserem Stadtteilbüro in der Simonsstraße 49 zu den bekannten Öffnungszeiten abgeholt werden.

    Liebe Arrenbergerinnen und Arrenberger,

    Sie halten das neue Heft für unser Quartier in den Händen und können anhand dieser Zeilen das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren lassen.
    Eines kann unbestritten festgestellt werden: Für ein kleines Wuppertaler Quartier wird hier jede Menge bewegt. Auch wenn die Moritzbrücke bisher ihre Beleuchtung noch nicht bekommen hat – das Viertel strahlt.

    Ambitionierte Projekte wie das klimaneutrale Quartier und der Essbare Arrenberg haben die ersten Schritte getan. So gibt es seit März 2015 den Fair-Teiler im Stadtteilbüro. Das Foodsharing ist nur möglich, weil ehrenamtliche Helfer wie Gisela Mann von Weiß und Monika Miche – um nur zwei zu nennen – jede Woche bei engagierten Händlern aus dem Viertel Lebensmittel retten, die sonst vernichtet worden wären. Das kann man sich im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergehen lassen – die Zutaten für viele leckere Essen wären ohne die Food-Retter auf dem Müll gelandet. Inzwischen kommen so viele Menschen ins Büro, um sich Lebensmittel  zu holen, dass kaum etwas übrig bleibt.

    Zum essbaren Arrenberg gehört inzwischen auch der Restaurant Day – seit Mai vergangenen Jahres nehmen immer wieder so genannte Pop-up-Restaurants aus unserem Viertel teil. Frühstück bei Küppers, Leckeres vom Foodsharing an der Wupper, Eintopf im evangelischen Begegnungszentrum, Suppe bei Panknin/Freitag, Waffeln bei Dürdoth oder im CosplayCafé in den Katakomben der ehemaligen Bayerhalle und vieles mehr bei den Gastgebern, die für einen Tag ihre Küche, die Löv, die Terrasse oder den Garten zum Lokal gemacht haben. Bis zu fünfhundert Gäste sind an einem Tag zum Essen und Klönen zu Besuch in unser Quartier gekommen. Der Restaurant-Day findet in vielen Ländern der Welt statt, und viele dieser Länder können wir hier im Viertel – nicht nur kulinarisch – kennenlernen: Von der Türkei über Italien, Uruguay und Afrika bis zu China und Russland. Wir wünschen uns noch viele Restaurant-Days – Essen verbindet!

    Die Pläne für einen klimaneutralen Arrenberg werden immer konkreter, nach dem Vorbild der Villa Media sollen weitere Blockheizwerke eingerichtet werden. Unser Viertel hat mittlerweile staatliche Akzeptanz und Vorbildfunktion für andere Quartiere, so wird der Arrenberg als Reallabor gehandelt. Partner in den Bereichen Forschung, Förderung und Kooperation sind z.B. die WSW, das Wuppertal Institut und die Bergische Universität, aber auch die Energieagentur NRW, die KlimaExpo.NRW und die Neue Effizienz. Eine echte Vorbildfunktion, die auf den schmalen Schultern des kleinen Viertels liegt: Doch wie heißt es so schön – packen wir´s an.

    Angepackt haben wieder einmal viele ehrenamtliche Helfer, als Flüchtlinge an den Arrenberg kamen. Zum Glück in eigenen Wohnungen untergebracht und nicht, wie leider oft üblich, in Turnhallen oder Containern. Hier hat sich ein kleiner Kreis gefunden, der mit Sprach-kursen, gemeinsamem Kochen und weiteren Aktivitäten ein bisschen Normalität in den Alltag der Geflohenen bringt und gleichzeitig Kontakte nach außen schafft.   

    Nach vier erfolgreichen Jahren findet in diesem Jahr kein Arrenbergfest statt, denn wir wechseln uns ab 2017 alle zwei Jahre mit unseren Nachbarn vom Ölberg ab. Es ist sehr aufwendig, eine solche Veranstaltung zu stemmen, die Planungen und Vorbereitungen erfordern wesentlich mehr Arbeit, als man am Tag des Ereignisses sieht: In Zukunft wird also im einen Jahr am Ölberg und im darauffolgenden am Arrenberg gefeiert.
    Das letztjährige Stadtteilfest in der Simonsstraße war – trotz zwischenzeitlichen Schnürregens – ein toller Erfolg. Das Bühnenprogramm bot viel Abwechslung und es wurde – zeitweise unter Schirmen – getanzt. Nicht nur musikalisch ein abwechslungsreiches Vergnügen, wurden auf der Viertelmeile jede Menge kulinarische Köstlichkeiten geboten, vom Grillwürstchen bis zu karibischer Küche.

    Ein herzlicher Dank an alle Helfer und alle Beteiligten. Das gilt auch für die anderen Aktivitäten, die wie gewohnt stattfanden, sei es der Osterhasen-Malwettbewerb, der Wupperputz oder der Martinszug, ohne die vielen Helfer wäre das alles nicht möglich.
    Es geht also weiter aufwärts in unserem Quartier. Wer hätte das vor zehn Jahren gedacht, als das Viertel noch in einer unschönen Abwärtsspirale steckte. Doch inzwischen wurden viele Häuser renoviert, neue Mieter zogen ein und immer mehr Leben und Kultur finden im öffentlichen Raum statt. Konzerte im Simonz, Videoprojektionen von Kai Fobbe an mehreren Hauswänden im Quartier, kleine Galerien und Läden, viele Aktivitäten engagierter Anwohner: Der Arrenberg ist ein lebens- und liebenswertes Quartier.

    Wir sehen uns!
    Andreas Komotzki