• Stadtteilbroschüre 2016


    Druckfrisch ist die diesjährige Stadteilbroschüre Was Ihr wollt 2016 seit Anfang Juli erhältlich!
    Nachdem sie in der letzten Woche mit Unterstützung des Stadtteilservice in den Arrenberger Haushalten verteilt wurde, kann das neue Heft nun auch in unserem Stadtteilbüro in der Simonsstraße 49 zu den bekannten Öffnungszeiten abgeholt werden.

    Liebe Arrenbergerinnen und Arrenberger,

    Sie halten das neue Heft für unser Quartier in den Händen und können anhand dieser Zeilen das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren lassen.
    Eines kann unbestritten festgestellt werden: Für ein kleines Wuppertaler Quartier wird hier jede Menge bewegt. Auch wenn die Moritzbrücke bisher ihre Beleuchtung noch nicht bekommen hat – das Viertel strahlt.

    Ambitionierte Projekte wie das klimaneutrale Quartier und der Essbare Arrenberg haben die ersten Schritte getan. So gibt es seit März 2015 den Fair-Teiler im Stadtteilbüro. Das Foodsharing ist nur möglich, weil ehrenamtliche Helfer wie Gisela Mann von Weiß und Monika Miche – um nur zwei zu nennen – jede Woche bei engagierten Händlern aus dem Viertel Lebensmittel retten, die sonst vernichtet worden wären. Das kann man sich im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergehen lassen – die Zutaten für viele leckere Essen wären ohne die Food-Retter auf dem Müll gelandet. Inzwischen kommen so viele Menschen ins Büro, um sich Lebensmittel  zu holen, dass kaum etwas übrig bleibt.

    Zum essbaren Arrenberg gehört inzwischen auch der Restaurant Day – seit Mai vergangenen Jahres nehmen immer wieder so genannte Pop-up-Restaurants aus unserem Viertel teil. Frühstück bei Küppers, Leckeres vom Foodsharing an der Wupper, Eintopf im evangelischen Begegnungszentrum, Suppe bei Panknin/Freitag, Waffeln bei Dürdoth oder im CosplayCafé in den Katakomben der ehemaligen Bayerhalle und vieles mehr bei den Gastgebern, die für einen Tag ihre Küche, die Löv, die Terrasse oder den Garten zum Lokal gemacht haben. Bis zu fünfhundert Gäste sind an einem Tag zum Essen und Klönen zu Besuch in unser Quartier gekommen. Der Restaurant-Day findet in vielen Ländern der Welt statt, und viele dieser Länder können wir hier im Viertel – nicht nur kulinarisch – kennenlernen: Von der Türkei über Italien, Uruguay und Afrika bis zu China und Russland. Wir wünschen uns noch viele Restaurant-Days – Essen verbindet!

    Die Pläne für einen klimaneutralen Arrenberg werden immer konkreter, nach dem Vorbild der Villa Media sollen weitere Blockheizwerke eingerichtet werden. Unser Viertel hat mittlerweile staatliche Akzeptanz und Vorbildfunktion für andere Quartiere, so wird der Arrenberg als Reallabor gehandelt. Partner in den Bereichen Forschung, Förderung und Kooperation sind z.B. die WSW, das Wuppertal Institut und die Bergische Universität, aber auch die Energieagentur NRW, die KlimaExpo.NRW und die Neue Effizienz. Eine echte Vorbildfunktion, die auf den schmalen Schultern des kleinen Viertels liegt: Doch wie heißt es so schön – packen wir´s an.

    Angepackt haben wieder einmal viele ehrenamtliche Helfer, als Flüchtlinge an den Arrenberg kamen. Zum Glück in eigenen Wohnungen untergebracht und nicht, wie leider oft üblich, in Turnhallen oder Containern. Hier hat sich ein kleiner Kreis gefunden, der mit Sprach-kursen, gemeinsamem Kochen und weiteren Aktivitäten ein bisschen Normalität in den Alltag der Geflohenen bringt und gleichzeitig Kontakte nach außen schafft.   

    Nach vier erfolgreichen Jahren findet in diesem Jahr kein Arrenbergfest statt, denn wir wechseln uns ab 2017 alle zwei Jahre mit unseren Nachbarn vom Ölberg ab. Es ist sehr aufwendig, eine solche Veranstaltung zu stemmen, die Planungen und Vorbereitungen erfordern wesentlich mehr Arbeit, als man am Tag des Ereignisses sieht: In Zukunft wird also im einen Jahr am Ölberg und im darauffolgenden am Arrenberg gefeiert.
    Das letztjährige Stadtteilfest in der Simonsstraße war – trotz zwischenzeitlichen Schnürregens – ein toller Erfolg. Das Bühnenprogramm bot viel Abwechslung und es wurde – zeitweise unter Schirmen – getanzt. Nicht nur musikalisch ein abwechslungsreiches Vergnügen, wurden auf der Viertelmeile jede Menge kulinarische Köstlichkeiten geboten, vom Grillwürstchen bis zu karibischer Küche.

    Ein herzlicher Dank an alle Helfer und alle Beteiligten. Das gilt auch für die anderen Aktivitäten, die wie gewohnt stattfanden, sei es der Osterhasen-Malwettbewerb, der Wupperputz oder der Martinszug, ohne die vielen Helfer wäre das alles nicht möglich.
    Es geht also weiter aufwärts in unserem Quartier. Wer hätte das vor zehn Jahren gedacht, als das Viertel noch in einer unschönen Abwärtsspirale steckte. Doch inzwischen wurden viele Häuser renoviert, neue Mieter zogen ein und immer mehr Leben und Kultur finden im öffentlichen Raum statt. Konzerte im Simonz, Videoprojektionen von Kai Fobbe an mehreren Hauswänden im Quartier, kleine Galerien und Läden, viele Aktivitäten engagierter Anwohner: Der Arrenberg ist ein lebens- und liebenswertes Quartier.

    Wir sehen uns!
    Andreas Komotzki