• Lebensmittelretter Arrenberg


    Das Retten von Lebensmitteln hat am Arrenberg bereits so etwas wie Tradition …

    Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit haben wir es uns zur Aufgabe gemacht gegen die Lebensmittelverschwendung ein Zeichen zu setzen!

    Wir kooperieren dazu mit unterschiedlichen Lebensmittelläden und Organisationen. ->

     

    Ein kleines Team von ehrenamtlich Engagierten holt in den Läden aussortierte Ware (abgelaufenes Mindeshaltbarkeitsdatum/MHD, Druckstellen, aufgerissene/verschmutzte Verpackungen, etc.) ab, sichtet und sortiert sie anschließend im „Aufbruch“ am Arrenberg nach Brauchbarkeit.

    Bedingt durch die derzeitige Pandemiesituation werden anschließend Taschen gepackt und coronakonform donnerstags nach Termin an eine feste Abholergruppe ausgegeben.

    Auch wenn unser oberstes Ziel die Rettung von Lebensmitteln und der bewusste Umgang mit ihnen ist, so geben wir gerne die gerettete Ware auch an diejenigen weiter, die aus finanziellen Gründen zum Abholen kommen.

    So bunt wie der Arrenberg ist, so ist auch unsere Gruppe der Abholer – vom Studenten bis zur Rentnerin, mit und ohne Migrationshintergrund.

    Bei Interesse hinterlasst gerne eure Kontaktdaten im „Aufbruch“, sobald ein Abholerplatz frei wird, melden wir uns dann bei euch.

    Auch wenn wir ein gut aufgestelltes Stammteam an Helfern haben, würden wir uns über die Hilfe von zuverlässigen Leuten mit etwas Zeit und Engagement freuen. Unterstützung brauchen wir vor allem beim Abholen der Lebensmittel in den Läden, damit wir das ganze Jahr über Lebensmittel vor dem Wegwerfen retten können.

    Herzliche Grüße von den Lebensmittelrettern Arrenberg!


     

     

  • Save Our Food! Der Essbare Arrenberg


    Menschen essen gerne gemeinsam. Das klingt erst einmal banal, ist aber eine fantastische, kulturelle Errungenschaft, die sich in vielen Jahrtausenden durch die Überwindung menschlichen Konkurrenzverhaltens zu einem Gemeininteresse entwickelt hat. Vielen Menschen vergeht allerdings heutzutage der Appetit, wenn sie über die Ernährungssituation der Weltbevölkerung oder die Zustände in der Lebensmittelindustrie nachdenken müssen. Fleischlose Lebensweise ist eine klare Konsequenz und Haltung der Verbraucher geworden. Mit wachsender Sensibilisierung hat damit ein Wandel eingesetzt, der sehr viele Chancen in sich birgt. Mit diesem veränderten Denken setzt sich der Strukturwandel am Arrenberg unter dem Oberbegriff Essbarer Arrenberg immer intensiver auseinander.

    Der frisch etablierte Restaurant Day findet viermal jährlich statt und ist ein 35 Länder umspannendes Happening auf Spendenbasis, wo jeder mit Lust und Phantasie Gastgeber sein darf. Offene Türen und Höfe, Musik, Gespräche und die Liebe zum Detail hat für kurzweilige und lange Nächte gesorgt. Bisher ein voller zwischenmenschlicher Erfolg und kulinarisches Erlebnis gleichermaßen.

    Aspekte der Nachhaltigkeit und Selbstversorgung haben zu weiteren Projektgruppen angeregt, die den Essbaren Arrenberg ausmachen. Vom Urban Gardening ausgehend bis zum Klimaquartier Arrenberg mit eigener Farm als Ort lokaler Selbstversorgung spannt sich der visionäre Weg. Die Kooperation mit der Transformationsforschung Wuppertal, einem Zusammenschluss aus Uni und Wuppertal Institut, soll diese Prozesse begleiten und beobachten.
    Neben der Theorie geht es natürlich darum, die Umgebung auf seine Möglichkeiten zu überprüfen und zu erkunden. In dem Projekt solidarische Landwirtschaft werden seit diesem Frühjahr auf dem Dalsterhof handfeste Erfahrungen gesammelt, um Ernährung und Landwirschaft am Arrenberg umzusetzen und nachhaltiger zu gestalten. So wurden Hochbeete angelegt, Obstbäume gesetzt und Gemüse gepflanzt. Austausch, Neugier und Interesse stehen im Vordergrund bevor die ersten Früchte der Selbstversorgung genossen werden können.

    Der respektvolle Umgang mit Lebensmitteln liegt im Fokus der Foodsaver, die jeden Donnerstag von 16.30 bis 18.00 Uhr im Stadt-teilbüro das Foodsharing organisieren: Lebensmittel werden nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit weiterverwendet, wenn der Genuss noch bedenkenlos ist. Teilen und nicht wegschmeißen ist das Motto. Jedem steht das Angebot offen, die vom Einzelhandel bereitgestellten Waren mitzunehmen und einfach zu essen. Geklönt wird auch immer und sich vielleicht zum nächsten Mundraub verabredet, der das gemeinsam Abernten von besitzerlosen Obstbäumen meint.

    Die einzelnen Gruppen und Stammtische freuen sich immer über reges Interesse und neue Mitstreiter – das Stadtteilbüro gibt Ihnen gerne dazu Auskunft!

    Text: Wolfgang Rosenbaum | Foto: Andreas Komotzki