• Das Pilotprojekt


    Voraussetzungen

    In den vergangenen Jahren wurde das Projekt „Klimaquartier Arrenberg“ ausschließlich durch ehrenamtliche Arbeit vorangetrieben.

    Jetzt wo es in die Umsetzung des Piloten in der Simonsstraße und die Entwicklung der „Arrenbergfarm“, sowie die mögliche Übertragung auf andere Städte geht, braucht es eine professionelle Struktur um die nächste Stufe zu erreichen.

    Das bedeutet, dass wir ein kompetentes Team aufbauen müssen, welches hauptamtlich diesen Prozess vorantreibt und sowohl die Prozesssteuerung, als auch die Kommunikation übernimmt. Es gilt, einen Dialog mit sämtlichen Bürgern, Hausbesitzern, Unternehmern, Forschungspartnern, Medien und der Politik zu führen.

    Uns ist wichtig darauf hinzuweisen, dass wir eine solche Unterstützung lediglich für die Bewältigung des umfangreichen Prozesses benötigen. Die notwendigen Veränderungsmaßnahmen im Bereich der Energieversorgung und der Mobilität werden rentierlich sein und benötigen deshalb auch keine Förderung. Die Prozessorganisation und Kommunikation ist aber leider ohne eine direkte kommerzielle Wertschöpfung zu betrachten und deshalb auch unrentierlich.

    Um eine kontinuierliche Aufbauarbeit zu entwickeln, wünschen wir uns ein Zeitfenster von 5 Jahren für diesen Prozess. Nach diesen 5 Jahren sollte das Projekt einen Stand erreicht haben, der umfangreiche Wertschöpfungsketten in Gang gesetzt hat und somit auch eine Querfinanzierung zur weitergehenden Prozessteuerung möglich macht.

  • Der Pilot in der Simonsstraße


    Um den oben beschriebenen Weg gestalten zu können, bedarf es eines realistischen Pilotprojektes, mit dem wir den praktischen Beweis der Machbarkeit eines klimafreundlichen Umbaus der Energieversorgung und eines nachhaltigen Mobilitätsangebotes im Quartier erbringen können. ->

    Hierzu wollen wir in den Jahren 2016 bis 2018 einen ersten Gebäudekomplex Klimaneutral umgestalten und ein erstes repräsentatives Microgrid im Quartier entwickeln.

    Dieser Gebäudekomplex umfasst ca. 25 Gebäude, welcher 113 Wohneinheiten und ca. 10 Gewerbeeinheiten beinhaltet. Neben zahlreichen Büroeinheiten befinden sich hier auch eine Gastronomie, Werkstätten und eine städtische Turnhalle. Sozusagen „normales Leben“, wie man es in den meisten Gebäudekomplexen dieser Art findet.

    Neben den ca. 250 Bewohnern müssen wir hier auch ca. 80 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie die Arbeitgeber und Hausbesitzer in den Transformationsprozess einbinden.

    Neben der Energieversorgung, wollen wir den Menschen neue nachhaltige Mobilitätsangebote entwickeln. Zielsetzung ist eine flexiblere, kostengünstigere und umweltfreundliche Mobilität durch verstärkte Nutzung gemeinsamer Infrastruktur in Verbindung mit Sharing-Systemen und eine zusätzliche Nutzung der Elektrofahrzeuge als temporäre Energiespeicher.

    Ziel ist, diesen Piloten nach einer Realisierung im Jahr 2018 und einem weiteren Jahr Testbetrieb, schwarmfähig zu machen und in den Jahren 2020 bis 2030 auf das gesamte Quartier zu übertragen und damit die Blaupause für eine Transformation in Wuppertal,

    NRW und der Bundesrepublik zu liefern. Wir beginnen gerade erste Gespräche mit Teilen der Landesregierung um eine Übertragung auf NRW z.B. durch ein Projekt wie: „100 Klimaquartiere für NRW“, zu initiieren.


    Zeitplan vom Piloten an der Simonsstraße

    2016 -> Recherche Status Quo
    2017 -> Konzeptphase
    2018 -> Realisierung
    2019 -> Datenverarbeitung: Auswerten
    2020-2030 -> Übertragung auf den gesamten Arrenberg
    Ab 2030 -> Übertragung auf Wuppertal, NRW etc.