• Essbarer Arrenberg


    Zwischen Quartiersküche und Fast Food – Die Zukunft der Ernährung in Städten und am Arrenberg

    Wie wird in Zukunft die Ernährung der Städte funktionieren und aussehen? Diese Frage wurde beim letzten Treffen vom Essbaren Arrenberg diskutiert. Immer mehr Menschen leben weltweit in Städten und entfremden sich von der praktischen Erzeugung der Lebensmitteln. Nur noch 5 Prozent der verbrauchten Nahrung wird in Städten selbst produziert. Handelsunternehmen liefern mit optimierter Logistik die Waren aus der ganzen Welt bei immer gleicher Qualität bis in den hintersten Winkel und verkaufen alles in Supermärkten. Aber was ist, wenn die Logistik mal ins Stocken kommt.

    Experten vermuten, dass es in weniger als drei Tagen zu Versorgungsproblemen in Städten kommen würde. Weltweit gibt es deshalb Projekte, durch Urban Gardening oder städtische Farmen die Nahrungsmittelproduktion in die Städte zu holen. Eine Idee, die auch am Arrenberg mit Gartenprojekten und der Farmbox (noch im Kleinen) versucht wird.

    Ein weitere sehr ambivalenter Trend ist der Wunsch von modernen Städtern, auf der einen Seite Essen immer schnell, günstig und flexibel verfügbar zu haben und auf der anderen Seite qualitative und gesunde Produkte zu bekommen. Oder die Entwicklung, dass es immer mehr Ein-Personen-Haushalte mit immer kleineren Küchen gibt und gleichzeitig die Sehnsucht nach gemeinschaftlichem Essen mit netten Menschen als Event wächst. Vorschlag von Trendforschern dazu: Es braucht in Zukunft mehr Gemeinschaftsküchen für Nachbarschaften und Quartiere. Vielleicht auch eine Idee für den Arrenberg: eine Küche mit Esszimmer, die von Nachbarn gemietet werden kann.

    Beim Essbaren Arrenberg ging es aber nicht nur um die ferne Zukunft, es wurde auch der nächste Restaurant Day angesprochen. Am 18. November sind wieder alle Nachbarinnen und Nachbarn aufgerufen ein, Cafe, Restaurant oder eine kleine Kneipe für ein paar Stunden in den eigenen vier Wänden zu eröffnen und Freunde, Nachbarn und Interessierte einzuladen. Wer ist diesmal dabei? Egal ob Arrenberg, Cronenberg oder in einem anderen Stadtteil, am 18. November wollen wir ein großes Nachbarschaftsfest in Wuppertal feiern. Wer jetzt Interesse hat, einmal beim Restaurant Day mitzumachen, ins herzlich eingeladen zur Info-Veranstaltung am 4. September, ab 19 Uhr in der VillaMedia, beim nächsten Treffen vom Essbaren Arrenberg.

    Über weitere Projekte und Ideen wurde gesprochen. Das Foodsharing am Arrenberg braucht in den Sommerferien Helferinnen und Helfer. Der Kontakt zu den Bauern im Windrather Tal soll wieder aktiviert werden und die Idee der Marktschwärmer mit Aktivistinnen aus der Nordstadt angegangen werden. Darüber hinaus werden Kontakte zu anderen Initiativen und Organisationen gesucht, die sich auch mit dem Thema nachhaltige und soziale Ernährung beschäftigen: z.B. mit dem Ernährungsrat in Köln, dem Verein „Taste of Heimat“ oder der Regionalwert Rheinland AG. Geplant ist auch eine Beteiligung des Essbaren Arrenberg an der Konferenz „Ernährungsdemokratie jetzt!“ Im November in Essen.

    Termine zum Vormerken:
    Mo 04.09. / 19 Uhr Treffen Essbarer Arrenberg, Info-Veranstaltung Restaurant Day
    Sa 16.09. / Stadtteilfest Arrenberg
    Sa 18.11. / Restaurant Day