• Essbarer Arrenberg


    Zwischen Quartiersküche und Fast Food – Die Zukunft der Ernährung in Städten und am Arrenberg

    Wie wird in Zukunft die Ernährung der Städte funktionieren und aussehen? Diese Frage wurde beim letzten Treffen vom Essbaren Arrenberg diskutiert. Immer mehr Menschen leben weltweit in Städten und entfremden sich von der praktischen Erzeugung der Lebensmitteln. Nur noch 5 Prozent der verbrauchten Nahrung wird in Städten selbst produziert. Handelsunternehmen liefern mit optimierter Logistik die Waren aus der ganzen Welt bei immer gleicher Qualität bis in den hintersten Winkel und verkaufen alles in Supermärkten. Aber was ist, wenn die Logistik mal ins Stocken kommt.

    Experten vermuten, dass es in weniger als drei Tagen zu Versorgungsproblemen in Städten kommen würde. Weltweit gibt es deshalb Projekte, durch Urban Gardening oder städtische Farmen die Nahrungsmittelproduktion in die Städte zu holen. Eine Idee, die auch am Arrenberg mit Gartenprojekten und der Farmbox (noch im Kleinen) versucht wird.

    Ein weitere sehr ambivalenter Trend ist der Wunsch von modernen Städtern, auf der einen Seite Essen immer schnell, günstig und flexibel verfügbar zu haben und auf der anderen Seite qualitative und gesunde Produkte zu bekommen. Oder die Entwicklung, dass es immer mehr Ein-Personen-Haushalte mit immer kleineren Küchen gibt und gleichzeitig die Sehnsucht nach gemeinschaftlichem Essen mit netten Menschen als Event wächst. Vorschlag von Trendforschern dazu: Es braucht in Zukunft mehr Gemeinschaftsküchen für Nachbarschaften und Quartiere. Vielleicht auch eine Idee für den Arrenberg: eine Küche mit Esszimmer, die von Nachbarn gemietet werden kann.

    Beim Essbaren Arrenberg ging es aber nicht nur um die ferne Zukunft, es wurde auch der nächste Restaurant Day angesprochen. Am 18. November sind wieder alle Nachbarinnen und Nachbarn aufgerufen ein, Cafe, Restaurant oder eine kleine Kneipe für ein paar Stunden in den eigenen vier Wänden zu eröffnen und Freunde, Nachbarn und Interessierte einzuladen. Wer ist diesmal dabei? Egal ob Arrenberg, Cronenberg oder in einem anderen Stadtteil, am 18. November wollen wir ein großes Nachbarschaftsfest in Wuppertal feiern. Wer jetzt Interesse hat, einmal beim Restaurant Day mitzumachen, ins herzlich eingeladen zur Info-Veranstaltung am 4. September, ab 19 Uhr in der VillaMedia, beim nächsten Treffen vom Essbaren Arrenberg.

    Über weitere Projekte und Ideen wurde gesprochen. Das Foodsharing am Arrenberg braucht in den Sommerferien Helferinnen und Helfer. Der Kontakt zu den Bauern im Windrather Tal soll wieder aktiviert werden und die Idee der Marktschwärmer mit Aktivistinnen aus der Nordstadt angegangen werden. Darüber hinaus werden Kontakte zu anderen Initiativen und Organisationen gesucht, die sich auch mit dem Thema nachhaltige und soziale Ernährung beschäftigen: z.B. mit dem Ernährungsrat in Köln, dem Verein „Taste of Heimat“ oder der Regionalwert Rheinland AG. Geplant ist auch eine Beteiligung des Essbaren Arrenberg an der Konferenz „Ernährungsdemokratie jetzt!“ Im November in Essen.

    Termine zum Vormerken:
    Mo 04.09. / 19 Uhr Treffen Essbarer Arrenberg, Info-Veranstaltung Restaurant Day
    Sa 16.09. / Stadtteilfest Arrenberg
    Sa 18.11. / Restaurant Day

     

  • Die Farmbox Saison 2017 ist eröffnet!


    Fisch düngt Pflanze. So einfach ist die Welt.
    An den Samstagen von Juni bis Oktober können Sie es entdecken.

    „Warum steht da ein Gewächshaus auf dem Container und warum sind da Fische drin?“ Diese Frage wurde uns im letzten Jahr auf dem Parkplatz am Akzenta oft gestellt. Der Grund ist denkbar einfach. Genau wie auf dem Land werden Stoffwechselprodukte von Tieren für die Düngung von Pflanzen genutzt; Hier jedoch platzsparend und effizient mithilfe von Fischen. Das Wasser, in dem die Fische leben wird in einen Kreislauf gegeben und versorgt Pflanzen mit Nährstoffen. Sauberes Wasser fließt zurück zu den Fischen.

    Das ist das Prinzip der Aquaponik: Die Verbindung von Fischzucht in einer Aquakultur und Pflanzenzucht ohne Erde. Zugleich gewinnen Photovoltaik und Windkraft saubere Energie, die sowohl für die Aquaponik, als auch für Elektromobilität genutzt wird.

     

    Im vergangenen Jahr konnten sich bereits viele hundert Menschen an der Farmbox über nachhaltige Technologien informieren. Nicht zuletzt viele Kinder und Jugendliche hatten großes Interesse an dem Kreislaufsystem der Aquaponik.

    Aus diesem Grunde startet in diesem Jahr das neue Projekt „Lernen in der Box“. Hier erleben Schülerinnen und Schüler diese neue Technologie zur Erzeugung von Lebensmittel hautnah und entdecken, wie das Denken außerhalb der gewohnten Bahnen zu nachhaltigen Lösungen führen kann.

    Sie sind herzlich eingeladen!

    Wann: An jedem Samstag von Juni bis Mitte Oktober zwischen 10 und 16 Uhr.
    Wo: Akzenta an der Steinbecker Meile.
    Wozu: Einfach nur zu schauen, Fragen zu stellen oder selber mitmachen.

    Wenn Sie mehr wissen wollen, geben wir Ihnen im Stadtteilbüro in der Simonsstraße gerne
    Auskunft.

  • DU BIST WIR


    DER ARRENBERG IST IM AUFBRUCH – WERDE TEIL DAVON!

    Aufbruch – wie kann das gehen?

    Schon seit 8 Jahren übernimmt der Verein Aufbruch am Arrenberg e.V. Verantwortung für unser Quartier.

    Was heißt das?

    Der Verein möchte
    •  das Miteinander fördern,
    •  den Stadtteil verschönern,
    •  Denkmäler pflegen,
    •  Infrastruktur verbessern,
    •  Umwelt- und Klimaschutz verbessern,
    •  neue Mobilitätskonzepte entwicklen.

    Kurzum:
    Wir zeigen Perspektiven auf und sichern so die Zukunft des Viertels und seiner Bewohner.
    Über 140 Mitglieder – davon sind mehr als 80 besonders engagiert – arbeiten bereits gemeinsam an dieser Vision.


    Der Arrenberg als „Klimaquartier“

    Wir wünschen uns und arbeiten schon daran: Der Arrenberg soll und kann klimaneutral werden.

    Was heißt das?
    Kurz gesagt: Unser Stadteil soll grüner, lebendiger und lebenswerter werden.

    Zwei Beispiele
    • Der Verein plant, dass bis 2030 alle Arrenberger Haushalte mit nachhaltiger Energie versorgt werden und so das „Klimaquartier“ weiter wachsen kann.
    • Auf dem alten Bahngelände soll die „Arrenbergfarm“ entstehen, die 1. Stadtfarm Europas, eine nachhaltig bewirtschaftete Farm zur direkten Versorgung der Anwohner.

    Beide Projekte sind bereits in Arbeit und ihre Realisierung ist durchaus wahrscheinlich.

    Und nun kommen Sie ins Spiel!
    Ihre Unterstützung zählt und die ist zur Zeit besonders einfach zu leisten:
    Unterstützen Sie uns, ohne eigenes Geld in die Hand zu nehmen!


    UNTERSTÜTZUNG KONKRET: GIB UNS DEINE WSW-TALER!

    Wie kann das gehen?

    Ganz einfach:
    Wie Sie vielleicht wissen, stellen die Wuppertaler Stadtwerke aktuell jedem WSW Stromkunden 750 WSW-Taler zur Verfügung. Diese sollen zur Unterstützung gemeinnütziger Projekte eingesetzt werden.

    Eines davon ist die „Arrenberg-Farm“

    Bitte spenden Sie als Arrenbergerin und Arrenberger Ihre Taler dem gemeinsamen Projekt, das den Arrenberg nach vorne bringt, denn: So arbeitet Ihr Geld direkt für Sie!

    Mehr Infos zum Thema:
    https://www.wsw-taler.de

    Projekt:
    1. Stadtfarm Europas -
    Unterstütze die „Arrenbergfarm“!


    Mitglied werden:

    Der Verein ist ein gemeinnütziger Verein für jede Arrenbergerin/jeden Arrenberger bestimmt!

    Werden Sie Teil davon und helfen Sie mit, unser Quartier nachhaltig zu verändern!

    Unterstützen Sie uns, indem Sie Vereinsmitglied werden:

    Mit nur 18 €/Jahr haben Sie als Privatperson die Möglichkeit, den Arrenberg aktiv mitzugestalten.

  • Die Farmbox geht in den Winterschlaf

     

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Farmbox am Arrenberg,

    vor vier Monaten begann am Arrenberg ein spannendes Experiment: Die Farmbox!
    Engagierte Akteure vom Verein "Aufbruch am Arrenberg e.V." wollten zeigen, wie Energiegewinnung, Mobilität und Nahrungsmittelproduktion nachhaltig und klimaneutral machbar sind.

    Dank der Unterstützung vieler Sponsoren konnten wir die Farmbox aufstellen und über die letzten Monate betreiben. ->

    Wir haben in dieser Zeit viel gelernt über Fische, Tomaten und Lautsprecherboxen. Wir haben in den vergangenen Monaten hunderte Gespräche mit Interessierten, Neugierigen und kritischen Geistern an der Farmbox geführt. Wir konnten viele Neumitglieder für den Verein gewinnen und haben Engagierte in anderen Stadtteilen mit unserer Vision angesteckt – kurz:

    Die Farmbox ist ein riesiger Erfolg für die Kommunikation des Klimaquartiers Arrenberg.

    Das gilt es zu feiern:
    Am Samstag den 29. Oktober, ab 12 Uhr wollen wir das Experiment für dieses Jahr beenden, gleichzeitig Erntedank feiern und Dankeschön sagen: allen Sponsoren der Farmbox, den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und den vielen Möglichmacherinnen und Möglichmachern, ohne die die Farmbox niemals hätte verwirklicht werden können.

    Alle sind herzlich eingeladen, mit uns - bei einem Teller Fisch-Gemüse-Suppe oder köstlichen Fischhäppchen, natürlich mit Zutaten aus der Farmbox und vom Gartenprojekt Dalsterhof, zubereitet von Daniel Kotthaus, Koch des Restaurants "79°" - über die Farmbox und weitere Projekte am Arrenberg zu plaudern!

  • Neues vom Essbaren Arrenberg


    Fisch sei Dank, es gibt bald Bier am Arrenberg

    Wer dachte, nach dem großen Fest am 8. September ruhen sich alle aus und nichts passiert mehr am Arrenberg, den müssen wir enttäuschen. Beim Essbaren Arrenberg geht es munter weiter. Ganz konkret zum Beispiel am Samstag 19. November mit einem Restaurant Day. ->

    Die ersten popup Restaurant-Betreiber stehen schon in den Startlöchern, es werden aber noch mehr Gastgeberinnen und Gastgeber gesucht. Wer einmal die tolle Atmosphäre eines Restaurant Day als Gast erlebt hat, kann jetzt selbst aktiv werden und für ein paar Stunden ein Frühstücksbuffet, ein Café oder ein Sepzialitätenrestaurant eröffnen. (Wer mitmachen will, meldet sich im Stadtteilbüro: info@aufbruch-am-arrenberg.de) Ganz besonders eingeladen sind auch die Cronenbergerinnen und Cronenberger. Dort hat sich auch eine Initiative gebildet, aus der heraus ein Restaurant Day in Cronenberg organisiert werden soll. Das wäre doch was: ein gemeinsamer Restaurant Day am 19. November in Cronenberg und am Arrenberg.


    Farmbox

    Erfreuliche Nachrichten gibt es von der Farmbox. Das Veterinäramt hat dort nach dem Rechten gesehen und unter einigen Auflagen den Betrieb der Aquaponik (inkl. gewerblicher zur Schaustellung von Wirbeltieren; sprich: Fische im Tank mit Guckloch) genehmigt. Somit kann die Farmbox noch ein paar Wochen weiter betrieben werden, ehe Ende Oktober/Anfang November Fische und Gemüse bei einem kleinen Erntedankfest ihrer kulinarischen Bestimmung zugeführt werden. Der genaue Termin für diese Aktion steht noch nicht fest. Und wo die Farmbox im nächsten Jahr ihre Tore öffnet, wird auch noch beraten.


    Dalsterhof

    Im Gartenprojekt am Dalsterhof wurde in dieser Woche schon kräftig gefeiert und die letzte Ernte eingefahren: Mangold, Kartoffeln und Zucchini frisch vom Beet. Und auch der erste eigene Honig konnte geschleudert werden. In den nächsten Wochen muss der Garten noch winterfest gemacht werden (Aktionstag mit gemeinsamen Umgraben der Beete), damit es im nächsten Frühjahr mit neuer Energie und mehr Fläche weitergehen kann.


    Arrenberger Bier

    Auf den ersten Schluck eines Arrenberger Bieres werden wir noch etwas warten müssen. Dafür haben sich einige Bierfans zu einer Braugruppe zusammengefunden, die zurzeit noch im Windrather Tal lernt, wie man eigenes Bier zusammenbraut. Der erste Ansatz von 500 Litern bei Martin Grützmacher vom Schepershof reift gerade vor sich hin und wird ab Mitte Oktober verköstigt. Dann finden hoffentlich einige Flaschen von diesem edlen Gebräu den Weg an den Arrenberg.


    Arrenbergfarm

    Immer konkreter werden die Vorplanungen für die ArrenbergFarm. Es gibt erste Gespräche, wie eine gemeinnützige Trägerschaft der Farm dauerhaft möglich sein kann. Dazu bekommt der Verein Aufbruch am Arrenberg juristische Beratung. Diese Planungen sind nicht mehr nur ehrenamtlich zu stemmen und auch die Beratung ist nicht kostenlos. Darum bittet der Verein um Spenden auf dem Spendenportal gut-fuer-wuppertal.de (www.gut-fuer-wuppertal.de/projects/48499) und bei der Aktion WSW-Taler (www.wsw-taler.de/projects/48499). Bis jetzt sind mehr als 2.500 Euro an Spenden eingegangen. Vielen Dank dafür. Daneben gibt es auch schon erste Kontakte mit Interessierten, die in der Farm Geschäfte oder Lebensmittel-Manufakturen betreiben wollen.


    Foodsharing

    Während die Farm noch eine ferne Vision ist, ist das Foodsharing am Arrenberg gelebte Realität. Jede Donnerstag werden Lebensmittel aus umliegenden Geschäften an mehrere Dutzend Menschen verteilt. Es ist eine bunte Mischung von jungen und alten Menschen, die sich bei Stadtteilbüro einfindet, um Lebensmittel zu retten und für sich etwas Leckeres mit nach hause nehmen zu können.


    Foodtrucks beim Stadtteilfest

    Dass der Arrenberg immer wieder offen ist für neue Idee, zeigt sich bei den ersten Planungen für das nächste Stadtteilfest im September 2017. Es gibt Überlegungen, dieses Fest mit einem Streetfood-Market aus einzelnen Foodtrucks zu verbinden. Ein vielfältiges Essensangebot neuer und bekannter Speisen in der Simonsstraße; damit wäre der Essbare Arrenberg auch geschmacklich beim Straßenfest angekommen.

  • Donnerstag, 8. September 2016, 15:00 bis 21:00 –
    das Wuppertal Institut feiert 25-jähriges Jubiläum am Arrenberg


    Über 25 Präsentationsorte im ganzen Stadtteil, anschließend Restaurant Day mit zwei Dutzend Wohnzimmer-Restaurants:

    Das Wuppertal Institut feiert seinen 25. Geburtstag und besucht den Arrenberg – ein Viertel, das seine Veränderung selbst in die Hand genommen hat. An 26 »Hotspots« im Quartier erfährt man, wie Transformation funktioniert, wofür sich die Anwohner engagieren und welche Pläne sie haben. Nahtlos geht es danach über zum Restaurant-Day, der zum 5. Mal im Viertel stattfindet. Eingeladen sind nicht nur einige hunderte internationale Wissenschaftler sondern jeder, der sich für das Quartier und seine Ziele interessiert. ->

    15.00 bis 18.00 Uhr »Welcome to Wuppertal«

    26 geschichtsträchtige Adressen zeigen den Wandel des Arbeiterviertels zum Vorzeige-Quartier mit großen Zielen. Alle 15 bis 30 Minuten, je nach Besucheraufkommen, präsentieren Hausbesitzer und Akteure die Transformation am jeweiligen Standort. Dafür wurden 3 verschiedene Routen abgesteckt, die auf der oben verlinkten Google-Karte eingesehen werden können. Wer seine eigenen Wege gehen will, ist herzlich eingeladen, durchs Viertel zu flanieren. Die »Hotspots« sind vom Wuppertal Institut mit dem Jubiläums-Motto gekennzeichnet: »Making Utopia Possible«.


    18:00 bis 21:00 Uhr »Restaurant Day«

    Im Anschluss findet zum 5. Mal der »Restaurant Day« statt. In Privatwohnungen, Ladenlokalen oder im versteckten Innenhof öffnen für wenige Stunden Pop-up-Restaurants und Privat-Cafes. Alle Neugierigen sind eingeladen, die kulinarische Vielfalt am Arrenberg zu probieren. Das Angebot reicht von der deftigen Brotzeit bis zum internationalen Buffet, es wird über den Tellerrand gekocht oder mit regionalen Zutaten gegrillt. Mal gibt es feste Preise auf einer Menukarte, ein anderes Mal geben die Gäste, was sie für richtig halten, oder sie spenden für einen guten Zweck. Die Standorte der 1-Tages-Restaurants finden Sie auf oben verlinkter Google-Karte und anhand der Fähnchen, die an den Eingängen montiert werden.


    Live-Musik

    Mehrere Bands sorgen am Nachmittag für anspruchsvolle Unterhaltung. Im Biergarten des Cafe Simonz spielt die Wuppertaler Swingband Choo Choo Panini, deren tanzbarer Jazz überall auf der Welt die Lindyhop-Tänzer aufs Parkett lockt. Bei Proviel in der Milchstraße sind die Iris Panknin Brothers zu erleben, deren Frontfrau zu den Arrenberger Akteuren zählt. Und mittendrin marschiert die Brassband Belakongo mit Pauken und Trompeten durchs Viertel - ein herrliches Live-Spektakel, mit dem die jungen Musiker ihr erfolgreiches Begegnungs-Projekt mit Kinshasa, Kongo, fördern.

    Jeder ist herzlich eingeladen – wir freuen uns auf Ihren Besuch!


    -> Alle Hotspots und 1-Tages-Restaurants im Überblick

     

  • Barsch in Biersoße beim Nachbarn – Essbarer Arrenberg mit neuen Ideen


    Gegrillter Buntbarsch aus der Farmbox mit Gemüse vom Dalsterhof in einer Soße aus selbstgebrauten Arrenberger Bier, das alles gekocht von einem Nachbarn, der zum gemeinsamen Mittagessen einlädt. Noch ist das nur eine Phantasie, aber vielleicht schon in ein paar Monaten Wirklichkeit am Arrenberg. Zumindest dann, wenn die neuen Ideen umgesetzt werden, die beim letzten Treffen vom Essbaren Arrenberg vorgestellt wurden. ->

    Die Aquaponic-Anlage in der Farmbox kommt mehr und mehr ans Laufen. Seit wenigen Tagen sind rund 30 Buntbarsche im Becken und das Gemüse im Gewächshaus wächst gut an. Voraussichtlich bis Ende Oktober/Anfang November wird die Anlage betrieben und dann nach einem Erntefest in den Winterschlaf gehen. Bis dahin ist sie weiterhin jeden Freitag und Samstag für Interessierte geöffnet. An einigen Terminen werden sich zusätzlich Sponsoren der Farmbox und Organisationen vom Arrenberg dort präsentieren.


    Restaurant Day Spezial

    Der Arrenberg fiebert dem 8. September entgegen, wenn das Wuppertal Institut im Stadtteil sein 25-jähriges Jubiläum feiert. Der Essbare Arrenberg wird dann hauptsächlich mit einem Restaurant Day Spezial von 18 bis 21 Uhr dabei sein. Mehr als zwanzig pop-up Restaurants werden öffnen und wollen die internationalen Gäste und hungrige Wuppertalerinnen und Wuppertal bewirten. Das Angebot reicht von einer Brotzeit bis zum internationalen Buffet, es wird über den Tellerrand gekocht oder nur mit regionalen Zutaten gegrillt. Die genauen Standorte der Restaurants und das kulinarische Angebot wird in den nächsten Tagen veröffentlicht. Wer ohne Plan durch den Arrenberg flanieren will, wird die beteiligten Restaurants an speziellen Fähnchen erkennen.

    Alle die, die im September als Gast oder Restaurant-Gastgeber nicht dabei sein können, sollten sich schon den Termin für den nächsten regulären Restaurant Day am Arrenberg merken: Samstag, 19. November.


    Zusammen essen beim Nachbarn

    Die finnischen Erfinder des Restaurant Day wollen nicht mehr nur an vier Terminen im Jahr feiern , sondern jeden Tag im Jahr zu einem Restaurant Day einladen. Diese Veränderung ist Anstoß zu einer neuen Idee am Arrenberg: Zusammen essen beim Nachbarn. Ein Arrenberger will an einem Tag in der Woche Menschen aus seiner Nachbarschaft einladen, die sonst alleine zu hause wären und vielleicht gar kein Mittagessen für sich kochen würden. Ein ähnliches Angebot wird es in einigen Wochen auch im Begegnungszentrum der Evangelischen Kirchengemeinde geben: ein gemeinsames Mittagessen für alle die, die für sich selbst nicht kochen wollen oder können. Reibekuchen zum Beispiel. Wer selbst ein solcher Nachbarschaft-Gastgeber werden will, kann sich im Stadtteilbüro melden.


    Urban Gardening Projekte

    Die beiden Gartenprojekte im Stadtteil sind mitten in der Erntezeit. Am Dalsterhof konnte schon reichlich Gemüse verkocht und gegessen werden. Hier geht die arbeitsintensive Zeit langsam zu Ende, aber im nächsten Frühjahr soll es wieder weitergehen. Das Generationen und Kulturen übergreifende Gartenprojekt am Begegnungszentrum gedeiht auch. Dank der Hochbeete können die Senioren Rücken schonend Kräuter und Salate ernten und schon im Kochkreis verwerten.


    Arrenberger Bräu

    Dass zum Essen auch ein leckeres Getränk gehört, haben die Arrenberg vor einigen Wochen beim Ausflug zu den Biohöfen im Windrather Tal gemerkt. Dort durften sie selbstgebrautes Bier kosten. Nun wollen das einige Aktivisten nachmachen und lernen, wie sie ihr eigenes Bier brauen können. Am 18. September gibt es dazu einen Brauworkshop und hoffentlich bald danach echtes Arrenberger Bräu.

    Wer sich für alle diese und weitere Projekte vom Essbaren Arrenberg interessiert und mitmachen will, kann sich einfach im Stadtteilbüro oder unter info@aufbruch-am-arrenberg.de melden. Das nächste Treffen findet Ende September statt.

  • Leben an der Farmbox


    Ein bunt beklebter Container mit Gewächshaus oben drauf und Solarzellen auf dem Vordach: die Farmbox ist ein Hingucker auf dem Akzenta-Parkplatz und sie macht neugierig. Schon beim Aufbau gab es viele fragende Gesichter und Neugierige, die einen Blick in den Kasten werfen wollten. Was soll die Farmbox überhaupt? Wie funktioniert das mit der Fischzucht? Und wann kann man die ersten Tomaten vom Arrenberg kaufen? ->

    Solche und ähnliche Fragen kann man zukünftig jeden Freitag und Samstag stellen, wenn die Türen der Farmbox für Interessierte offen stehen. Ehrenamtliche vom Farmbox-Team und die Mitarbeitenden vom Stadtteilbüro erklären dann die Funktion und Zielsetzung der Box. Zusätzlich werden sich auch immer wieder mal die Sponsoren präsentieren. Beim ersten „Tag der offenen Box“ gab es ein besonderes kulinarisches Highlight. Um den essbaren Arrenberg auch live erlebbar zu machen, konnte man auf einem Smothie-Rad von Brot für die Welt frische Cocktails erstrampeln. Die Zutaten stammten teilweise vom Arrenberger Foodsharing. Statt das Obst wegzuschmeißen, landete es im Mixer. Das Farmbox-Team wollte darauf aufmerksam machen, dass es nicht nur um eine effiziente, energie- und wasserarme, nachhaltige Lebensmittelproduktion in der Farmbox geht, sondern auch dass die Verschwendung von Lebensmitteln reduziert werden muss, wenn wir das Klima schützen wollen. Symbolisch steht dafür der erste Farmbox-Smoothie: frisch geernteter Salat mit Früchten vom Foodsharing ergab einen erstaunlich leckeren Cocktail.

    Action gibt es an der Farmbox aber nicht nur am Freitag und Samstag. Die Anbauten der Solarzellen, die Pedelc-Ladestation und das Stromspeichersystem müssen gewartet und gesichert werden. Jeden Tag müssen die Pflanzen im Gewächshaus kontrolliert werden, ob sie gesund sind oder ob sich Schädlinge eingenistet haben. Und auch das Wasser der zukünftigen Fischzucht muss gemessen und analysiert werden, damit die Fische optimale Lebensbedingungen vorfinden. Dieses Einpendeln der richtigen Werte ist langwieriger als gedacht. Darum gibt es noch keine Fische in den Becken.

    Der tagtägliche Umgang mit der Farmbox stellt das ehrenamtliche Team immer wieder vor neue Herausforderungen. Auf welchen Materialien sollen die Pflanzen zukünftig wachsen, Steinwolle-Pads oder einem Kies-Ton-Gemisch? Welche Setzlinge lassen auch bei 45 Grad nicht ihre Blätter hängen? Wo können die Messgeräte und Handschuhe gelagert werden? Und wie funktioniert der Fernseher für den Info-Film? Die Farmbox ist eben auch ein großer Lernraum für alle Beteiligten. Da läuft nicht immer alles glatt oder so wie gewünscht. Geduld und viele, viele Absprachen sind darum genauso wichtig, wie das freiwillige Engagement des Teams. Entlastung wird in den nächsten Wochen wohl die Beteiligung des Stadtteilservice bringen. Die Mitarbeitenden des Internationalen Bundes werden einen Teil der täglichen Aufgaben an der Farmbox übernehmen.

    Die Farmbox steht im Kleinen für vieles, was am Arrenberg schon geschieht und noch werden soll. Viele verschiedene Akteure, Privatleute und ansässige Organisationen, arbeiten zusammen, um etwas im Stadtteil zu bewegen; um die große Vision des klimaneutralen Stadtteils zu erreichen: Ernährung, Energiegewinnung und Mobilität sollen zukünftig möglichst umweltfreundlich vor Ort geschehen.

  • Der Arrenberg wird essbar


    Was vor mehr als zwei Jahren als spontane Idee innerhalb des Vereins „Aufbruch am Arrenberg“ entstand, bekommt immer neue Knospen und blüht förmlich auf: der „Essbare Arrenberg“. Gleich drei ganz unterschiedliche Gartenprojekte gedeihen diesen Sommer ganz prächtig am Arrenberg. Die Farmbox auf dem Akzenta-Parkplatz, das Gartenprojekt am Dalsterhof und neu ein Generationen und Kulturen verbindendes urban gardening am Begegnungszentrum. ->

    Die Farmbox ist sicher das spektakulärste und ungewöhnlichste Projekt, das bisher am Arrenberg initiiert wurde. Hier soll die Zukunft der Lebensmittelproduktion getestet und gleichzeitig für die Ziele des ganzen Klimaquartiers geworben werden. In einem Überseecontainer mit aufgesetztem Gewächshaus werden gleichzeitig Fische gezüchtet und Gemüse angebaut. Errichtet hat die Anlage die Berliner Firma ECF. Ermöglicht wurde sie durch die Unterstützung zahlreicher Partner. Hierzu gehören vor allem: Die GLS Treuhand, Elektrizitätswerke Schönau, Fa. Knipex und der Klimafonds der WSW AG. Darüber hinaus wurden wir bislang von diesen Firmen unterstützt: Akzenta, Solarwatt, Jamp, Badtechnik Dahlmann, VillaMedia, Soxenrod und von Tim Krieglstein.

    Noch befindet sich alles im Vorlaufbetrieb. Das Wasser in der sog. Aquaponikanlage muss auf die optimalen Bedingungen für die Fische eingerichtet und die Gemüsesetzlinge noch vor der Sonne geschützt werden. Im Moment kümmert sich eine Gruppe von Ehrenamtlichen intensiv um den Probebetrieb: Wasserwerte werden bestimmt, die Anlage eingerichtet und die Setzlinge gepflegt. In Zukunft werden Mitglieder des Stadtteilservice die tägliche Überprüfung der Anlage und das Füttern der Fische übernehmen. Eingebunden wird dann auch eine Gruppe vom Jugendtreff und weitere interessierte Ehrenamtliche. Diese werden vor allem jeden Freitag und Samstag die Farmbox öffnen und für alle Interessierte die Anlage präsentieren und gleichzeitig für das Klimaquartier Arrenberg werben. Die Farmbox soll aber nicht nur Lebensmittel (in kleinen Mengen) produzieren. Demnächst werden Solarpanelen installiert, die Strom u.a. für eine Pedelec-Ladestation erzeugen. Damit verbindet die Frambox ganz praktisch die drei Teilprojekte des Klimaquartier: essbarer, mobiler und energiereicher Arrenberg.
    Offizielle Eröffnung der Farmbox ist der 22. Juli um 11 Uhr.


    Königliches Gemüse am Königshöher Weg

    Am Rande des Arrenberg, auf einer sonnigen Wiese am Königshöher Weg, liegt der Dalsterhof mit seiner Fläche für das Gemeinschaftsgarten-Projekt. Ursprünglich stand die Idee im Raum, eine solidarische Landwirtschaft zu etablieren: Stadtbürger zahlen monatliche Beiträge an einen Landwirt, der mit diesem festen Einkommen ohne Marktdruck nachhaltige Landwirtschaft betreiben kann. Das was produziert wird, das wird nach der Ernte unter den Beteiligten aufgeteilt. So konkret ist es am Dalsterhof noch nicht. Unter Anleitung einiger Gartenprofis und mit Hilfe zahlreicher Arrenbergerinnen und Arrenberger sind hier aber schon ein ganz ansehnlicher Gemüsegarten und eine Streuobstwiese entstanden. Mittlerweile konnten auch schon die ersten Salate und Zucchini geerntet werden.

    Das Projekt am Dalsterhof ist aber auch ein Lernprojekt. Gemeinsam soll erkundet werden, welche Lebensmittel unter den klimatischen Bedingungen am Arrenberg am besten angebaut werden können. Anbautipps werden ausgetauscht und Mittel gegen Schnecken oder andere Fressfeinde erprobt. Hier können auch Arrenberger mit eigenem Garten sich Tipps holen und noch etwas lernen.
    Die nächste gemeinsame Gärtneraktion am Dalsterhof ist am 15 Juli ab 14 Uhr geplant.


    Gärtnern und Kochen über Grenzen

    Noch ganz frisch ist das Pflänzchen „urban gardening im Begegnungszentrum“ in der Arrenbergerstraße neben der Trinitatiskirche. Die Evangelische Kirchengemeinde Elberfeld-West will hier bei Gartenarbeit, gemeinsamen Ernten und Kochen Generationen und Kulturen verbinden. In der vergangenen Woche haben Geflüchtete aus Syrien, die sich regelmäßig im Sprachcafé der Kirchengemeinde treffen, dabei geholfen, Rücken freundliche Hochbeete im Innenhof des Begegnungszentrum zu bauen. In den nächsten Tagen werden diese mit gespendeten Setzlingen von Senioren und Jugendlichen der Gemeinde bepflanzt und gepflegt. Bis zum 8. September, dem Restaurant Day Spezial zum Jubiläum des Wuppertal Instituts, sollen dort viele verschiedene Gemüse heranwachsen, die dann gemeinsam mit der Gruppe „Über den Tellerrand kochen“ für die Gäste des Restaurant Day zubereitet werden.

    Die Kirchengemeinde will mit diesem Projekt nicht nur am Arrenberg Menschen zusammenbringen, sondern auch auf die weltweiten Zusammenhänge von Lebensmittelproduktion und Klimaveränderung hinweisen. Während in Wuppertal die Folgen des Klimawandels wenn überhaupt nur sehr schwach zu spüren sind, erleben das die Menschen in den Partnerkirchengemeinden in Namibia viel dramatischer. Die Ev. Kirchengemeinde Elberfeld-West unterhält intensive Kontakte in die Region Keetmanshoop in Namibia, in der die Menschen seit Jahren unter einer zunehmenden Dürre zu leiden haben. Sie müssen ihre Lebensmittel selbst vor Ort produzieren und kommen immer mehr an ihre Grenzen. Ähnlich ging es auch einigen Syrern, die mittlerweile in Wuppertal leben. Das Land im Nahen Osten war vor einigen Jahren von einer ungewöhnlich langen Trockenperiode betroffen. Viele Bauersfamilien mussten ihr Land verlassen und zogen in die Städte, gleichzeitig stiegen die Lebensmittelpreise massiv. Beides sorgte für zusätzliche Unruhe in einer unruhigen Region und war wohl mit einer der Auslöser für den Bürgerkrieg in Syrien.


    Einladung zum Mitgärtnern

    Bei allen drei Projekten kann man sich beteiligen und mitgärtnern. Interessierte melden sich am besten im Stadtteilbüro. Oder sie kommen zum nächsten Treffen der Gruppe „Essbarer Arrenberg“ am 15. August ab 19 Uhr in der VillaMedia.

    Es zeigt sich, dass der Arrenberg immer essbarer und lebenswerter wird. Es ist zwar noch ein weiter Weg zum klimaneutralen Stadtteil, aber beim gemeinsamen Anbau von Lebensmittel und Verspeisen der Ernte sind wir schon einen guten Schritt voran gekommen. Denn gutes Klima fängt beim Essen an.