• Klimaquartier Arrenberg


    Am Arrenberg in Wuppertal hat sich ein ganzes Quartier aufgemacht, bis zum Jahr 2030 CO2-neutral zu werden. Das Vorbild ist die VillaMedia: Der ehemalige Schlachthof im Viertel beherbergt heute mehr als 15 Unternehmen der Medien- und Energiewirtschaft, eine große Eventlocation und das Innovationszentrum NRW. Der rund 4.000 qm große Gebäudekomplex erzeugt schon jetzt mehr Energie als er verbraucht – und nutzt diese z.B. für eigene Elektrofahrzeuge und innovative Stromspeicher.

  • Aktuelle Situation Arrenberg


    Im Rahmen einer „Zukunftswerkstatt“ des Vereins, wurde im Frühjahr 2014, die Idee des Projektes „Klimaquartier Arrenberg“ geboren und zur großen gemeinsamen Vision entwickelt.

    Was bedeutet das?

    Es ist der Versuch, zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland oder vielleicht auch Europas, das gesamte Quartier einer Großstadt so zu transformieren, dass die Bewohner und Unternehmen ihr Leben klimaneutral gestalten. Die Vision klingt geradezu fabelhaft und natürlich erscheint es nicht realistisch, dieses in einem Zeitraum von 15 Jahren, bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Wenn man bedenkt, dass die Bundesregierung das Ziel ausgegeben hat, dieses bis zum Jahr 2050 auf nationaler Ebene zu organisieren, dann wird klar, dass es am Ende alternativlos ist und damit am Arrenberg die Blaupause für das nationale Engagement entsteht.

    Das wir am Arrenberg versuchen wollen in dieser Weise voran zu gehen, beruht auf der Tatsache, dass es hier schon zahlreiche Grundlagen und Voraussetzungen für ein solches Projekt gibt.

    Vor allem die Akteure! Das Quartier hat sich in den letzten Jahren zu einem Mekka für kreative und engagierte Bürgerinnen und Bürger entwickelt und eine bundesweit einmalige „bottom up Entwicklung“ gestaltet. Hier engagiert man sich gemeinsam, vernetzt sich mit den unterschiedlichsten Projekten und lebt ein Stück weit den gemeinsamen Traum.

  • Struktur Arrenberg


    In der „VillaMedia“ wurde in den vergangenen Jahren bereits eine erheblich Vorarbeit in privater Initiative des Betreibers, Jörg Heynkes, geleistet und ein erster, rein gewerblich genutzter Gebäudekomplex, musterhaft zu einem klimaneutralen „Microgrid“ umgestaltet.


    Das Projekt „Klimaquartier“ ist auch deshalb so spannend, weil es so vielfältig ist. Es geht nicht nur um eine komplett neue und klimaneutrale Wärme-, Kälte- und Stromversorgung, nicht nur um eine klimaneutrale und flexible Mobilität, nein es geht genauso auch um Bildung, Kultur, Konsum, Gesundheit und Ernährung. Es handelt sich um einen gewaltigen Transformationsprozess der alle gesellschaftlich relevanten Gruppen und Akteure betrifft.